04 August 99. Wieder in Bettles mit Fischen am Kobuk River





  Nachdem wir mit der Cessna in Bettles  gelandet waren
  und ich meine Ausrüstung in der Lodge hatte, wurde es
  eine lange Nacht. Wir plauderten über meine Tour und
  von Bärengeschichten in Alaska, dazu gab es immer mal
  ein Bier. Um 5 Uhr Morgen war es aber dann doch Zeit
  ins Bett zu gehen. Nach einer heißen Dusche, hatte ja 
  fast 14 Tage nicht geduscht, schlief ich wie ein Murmel-
  tier bis 10 Uhr in der Frühe. Nochmals eine Dusche ein
  heißer Kaffee mit Spiegeleiern und Speck, da war ich 
  wieder für neue Taten bereit. Beim Kaffee trinken sagte
  Dan so nebenbei, ob ich Lust hätte zum Kobuk River 
  mit zu Fliegen, sein Sohn, Mike (war Pilot) und Jenny
  wollten zum "Shee Fish" Angeln. War sofort dabei und
  wollte mir das nicht entgehen lassen, noch dazu hat es
  mir auch nichts gekostet. Zu viert flogen wir dann mit
  einem Wasserflugzeug ca. 340 km zum Kobuk River.
  Während des Fluges, bei bestem Wetter, sah ich auch
  noch einmal den  herrlichen Alatna River vom Flugzeug
  aus. Konnte auch schöne Bilder vom Alatna schießen.
  Nach gut einer Stunde Flug landeten wir mitten auf dem
  Fluss und nach dem Verankern der Cessna am Ufer
  fingen wir an zu Fischen. Das hätte ich nicht in meinen
  besten Träumen gedacht, fast jeder Wurf mit der Angel,
  einen großen Blinker als Köder, war ein Biss. Ich selber
  fing neun Shee Fish, der größte war etwas über 1 Meter,
  denn behielt ich auch und die anderen setzte ich wieder
  aus. Mancher Petri Jünger in Deutschland würde mich
  beneiden. Denn anderen erging es so ähnlich, wir hatten
  in kürzester Zeit 31 Fische gefangen und 5 davon , die
  größten, wurden mitgenommen für das Dinner in der
  Lodge. Nach ca. 4 Stunden, zwischendurch machten wir
  ein Pause mit Brötchen und Bier, flogen wir zurück nach
  Bettles und nahmen dann die Fische aus und sie kamen
  in die Küche und wurden für das Abendessen zubereitet.
  Der Sheefisch schmeckte hervorragend, er wurde serviert
  mit Bratkartoffeln und frischem Salat. Was für ein tolles
  Essen, kein Restaurant kann das so frisch bieten und ein
  selbstgefangener Fisch schmeckt um so besser. War das 
                   wieder ein herrlicher Tag.......  
     

05 August 99, mit Rafting nach Old Bettles und zurück nach Fairbanks





  Nach dem Frühstück fragte ich Dan ob es möglich ist Old
  Bettles noch einen Besuch abzustatten und er meinte das
  Trifft sich ja gut. Ein Ehepaar aus Texas und eine junge
  Japanerin wollten auch dort hin und da könnte ich Scout
  spielen, denn ich würde mich am Fluss auskennen. Meiner
  Frau hatte ich versprochen einige Bilder von Old Bettles 
  mit zu bringen, sie war vor 17 Jahren dort während ich auf
  der Elchjagd war. Hier auch ein Link von der Geschichte
  Old und New Bettles (Riverboat drücken). Das Raft
  wurde aufgeblasen und mit dem Auto zum Ufer des
  Koyukuk River gebracht. Nun ging es los, das war auch
  meine erster Rafftrip, aber der Koyukuk bot keinerlei
  Probleme und nach 3 Stunden paddeln kamen wir in Old
  Bettles an. Es lebt zur Zeit kein Mensch dort, der letzte
  Indianer ist vor 2 Jahren verstorben. Es ist wirklich sehr
  schön dieses Geisterdorf zu besichtigen, mit der Hütte von
  von der Hudson Bay Company und den anderen Gold-
  gräber Utensilien. Falls man mit dem Kanu dort vorbei
  kommt, kann man durchaus noch in einigen Blockhütten
  Übernachten und eine funktionierende Funkverbindung
  nach Bettles gibt es auch noch. Nach der Besichtigung
  machten wir eine Brotzeit mit Bier, ließen die Luft aus dem
  Raftboot und warteten auf das Wasserflugzeug das uns
  wieder nach Bettles zurück bringen sollte. Es dauerte nicht
  lange bis das Flugzeug kam und in einer viertel Stunde 
  waren wir wieder in Bettles. Zum Abendessen bekam ich
  nochmals den guten Sheefisch serviert und um 11Uhr
  Abends kam die Frontier Airlines die mich dann nach
  Fairbanks zurück brachte. Nun hieß es Abschied 
  zu nehmen und der viel mir ziemlich schwer, denn meine
  schönste Zeit in den Brooksrange war nun vorbei. Aber
  mein Kanu lagere ich hier und das muss ich mir ja wieder
         in 2 Jahren holen für den Kobuk-River.

06 August 99 Fairbanks, 07/08 August 99 Anchorage, 09 August 99 Vancouver,
10/11 August 99, Toronto Frankfurt


                Fairbanks

                    Anchorage
                    Cap. Cook

 Eigentlich gibt es nun nicht mehr viel zu Berichten und
 will es auch ganz kurz halten. Nach zwei Nächten in
 Anchorage, mit Besichtigung und gutem Essen  flog ich
 dann weiter nach Vancouver über Seattle. Blieb in
 Vancouver noch einen Tag und besorgte mir 2 Colts
 mit echtem Ledergürtel für meine 2 Enkel und dafür
 wurde ich am Airport Vancouver fast verhaftet.  Hatte
 vergessen die Spielzeugrevolver, nicht in meinem Gepäck
 das in den Container kommt, sondern sie waren in
 meinem Handgepäck. 20 Minuten wurde ich in einem
 Raum festgehalten bis der Sheriff kam und das Hand-
 gepäck mit den Colts untersucht hatte und er heraus
 fand, dass es nur Spielzeugcolts waren. Hätte dadurch
 fast meinen Flug nach Frankfurt versäumt. Hätte es
 wissen sollen, dass man Spielzeugcolts nicht mit ins
 Handgepäck mit nimmt, denn ich arbeite schon lang
 genug am Airport Frankfurt. Aber alles ging doch gut.
 Das wars nun und ich hoffe ich habe Euch nicht zu sehr
 gelangweilt und bedanke mich hiermit nochmals für den
 Besuch meiner Homepage.

Goodby
 



See you later in one year at the kobuk-river !!!